
Costa Rica A-Z
| Anreise | Staatsbürger der EU und der Schweiz benötigen für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen kein Visum, der Reisepass sollte bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein. Bei einem längeren Aufenthalt ist ein Visum notwendig. Bei der Ausreise wird eine Flughafensteuer/Ausreisesteuer von derzeit US$ 26 erhoben. Flugzeug: Alle internationalen Flüge fliegen den Aeropuerto Internacional Juan Santamaria (SJO), 17 km nordwestlich der Hauptstadt San José an. Direktflüge aus Europa nach San José werden von den Fluggesellschaften Iberia, Air Plus Comet und Condor (ab Frankfurt) angeboten. Sonst kann man Costa Rica ausgesprochen gut aus den USA und anderen Ländern Mittel- und Südamerikas erreichen. Die nationale Fluggesellschaft LACSA bedient viele Stationen in den USA und fliegt auch nach Mexiko, Panama, Venezuela, Kolumbien und Kuba. Schiff: Die frequentiertesten Häfen, an denen man auch mit einem privaten Boot/Yacht einreisen kann, sind Puerto Limón, Puerto Caldera, Moin, Golfito, Quepos und Puntarenas. Hier legen auch regelmäßig Kreuzfahrtschiffe an, so daß Passagiere die Möglichkeit haben, kurze Ausflüge in das Land zu machen. Auto / Motorrad: Die wichtigste Strasse in Costa Rica ist die Panamericana. Sie führt von La Cruz an der Grenze zu Nicaragua über San José bis nach Canoas, das an Panama grenzt. Wer mit eigenem Auto einreisen möchte, muss eine Unmenge an Formalitäten leisten (Anmeldung und Eigentumsnachweis, gültiger nationaler oder internationaler Führerschein, gültiges Kennzeichen, Reisepass und zur Absicherung Kopien all dieser Originale). Dazu kommen Kosten für Benzin, Versicherung und intensive Grenzkontrollen, an denen es zu zusätzlichen Ausgaben kommen kann, wenn kleinste Sicherheitsmängel am Fahrzeug vorliegen. So entscheiden sich viele Besucher dafür ein Auto im Land zu mieten oder zu kaufen. Im Falle einer Fahrzeugeinfuhr sollte beachtet werden, dass in Costa Rica keine ausländischen Autoversicherungen akzeptiert werden und demnach eine einheimische Versicherung nötig ist, die allerdings schon an der Grenze erstanden werden kann (inkl. einer "road tax" von ca. US$ 20). Der Verkauf des Autos im Land ist nicht gestattet. Wer ohne sein Auto ausreisen möchte, ist verpflichtet dieses in einem Zolllager in San José zu deponieren. Bus: Generell ist das Busfahren in Costa Rica sehr günstig und angenehm. Mit den regelmäßig verkehrenden Stadtbussen erreicht man gut die Vororte und das Umland sowie den Flughafen. Es gibt ausgewiesene Haltestellen und die Fahrt kostet zwischen US$ 0,25 und 0,75. Zudem sind andere mittelamerikanische Hauptstädte in das dicht ausgebaute Busliniennetz eingebunden, so dass man bequem in die Nachbarstaaten ein- und ausreisen kann. Von San José aus gibt es internationale Verbindungen nach Changuinola (Bocas del Toro), David und Panama-Stadt (Panama), Guatemala-Stadt (Guatemala), Managua (Nicaragua), San Salvador (El Salvador) und Tegucigalpa (Honduras). Beim Kauf eines grenzüberschreitenden Fahrscheins wird man von den Betreibern meist sehr gut über die Grenzformalitäten informiert, so dass der Grenzübertritt mit gültigen Papieren reibungslos von statten geht. | ||||||||||||||||
| Einkaufen / Shopping | Neben der Landwirtschaft ist der Tourismus die größte Einnahmequelle für das Land, so dass es allerhand touristisch orientierte Läden gibt. Generell bieten alle größeren Städte eine große Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten/Malls. In den Großstädten finden sich außerdem Kunstmärkte und zahlreiche Straßenstände, die zur Schnäppchenjagd einladen. In den Supermärkten werden vorwiegend US-amerikanische Produkte angeboten, da der Bereich vom US-Markt bestimmt wird. Bäckereien bieten eine Vielzahl unterschiedlicher Brotsorten an. Auf der Suche nach erlesernen Geschäften findet man auch einige edle Boutiquen und Schmuckgeschäfte. | ||||||||||||||||
| Geld | Nationale Währung ist der Costa Rican Colón (CRC), der nach Cristóbal Colónes (Christoph Kolumbus) benannt ist. Außerdem ist der US-Dollar sehr beliebt, da er als stabiler gilt. Größere Ausgaben können problemlos in dieser Währung beglichen werden, lediglich für Busfahrten und kleinere Artikel sollte man Colónes bereit halten. Sämtliche Banken tauschen US-Dollar (Banknoten sollten gut erhalten sein), andere Währungen dagegen sind eher schwierig zu tauschen. In den Großstädten werden auch Euro oder Britische Pfund akzeptiert. Bargeld (auch US-Dollar) bekommt man an den Geldautomaten (cajeros automátios), die weit verbreitet sind. Anbieter sind Visa-Plus, Maestro und auch Cirrus, die fast alle ausländischen Geldautomatenkarten annehmen. Die Bezahlung mit Kreditkarte (Master und Visa; American Express eher selten) ist noch beschränkt auf die meisten Hotels, gehobenen Restaurants, einige Reisebüros und alle Autovermietungen. Reiseschecks werden von überwiegend allen Wechselstuben gegen eine Gebühr von 1%-3% eingetauscht, dabei erfreut sich der US-Dollar ebenfalls großer Beliebtheit. | ||||||||||||||||
| Feste & Feiertage |
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| Flugzeit | Von Deutschland nach San José beträgt die Flugdauer 13-14 Std. | ||||||||||||||||
| Kinder | Da die Menschen in Süd- und Mittelamerika allgemein sehr familienorientiert sind, gibt es für eine Reise mit Kindern keine größeren Bedenken. Generell sollte man sich in weniger urbanen Gegenden vorher mit allem ausstatten, was das Kind benötigt. Da nicht alle Impfungen für Kinder (und Schwangere) geeignet sind, sollte vermieden werden das Leitungswasser zu trinken. Bis zum 3. Lebensalter zahlen Kinder keinen Busfahrpreis. Wenn man mit dem Auto reist, ist es von Vorteil einen eigenen Kindersitz mitzubringen, weil Autovermietungen diese nicht immer zur Verfügung haben. | ||||||||||||||||
| Märkte | Das beliebteste Souvenir Costa Ricas ist der einheimische Kaffee, erhältlich in jedem Supermarkt im ganzen Land. Auch Spirituosen wie Ron Centenario, Café Rica (der Kaffeelikör) und guaro (das einheimische Feuerwasser) sind sehr gefragt. Auf den Märkten in den Großstädten kann man u. a. verschiedenartiges Kunsthandwerk aus Holz erstehen, das Angebot erstreckt sich von Gebrauchsgegenständen wie Schüsseln, Teller und Schneidebretter bis hin zu artifiziellen Schnitzereien. Grundsätzlich sollte man allerdings darauf achten, die Herkunft des Holzes zu erfragen, um sicher zu gehen, dass mit dem Kauf eines Holzproduktes die Abholzung des Regenwaldes nicht begünstigt wird. Tatsächlich gibt es Anbieter, deren Produkte aus eigens zu diesem Zweck gepflanzten Bäumen bestehen. Die Stadt Sarchí ist das populärste Zentrum für Kunsthandwerk Costa Ricas, in ca. 200 Werkstätten führen Künstler die lange Tradition der Holzschnitzerei fort. Am bekanntesten und begehrtesten sind die farbenfrohen Repliken der carretas (traditioneller Ochsenkarren), die offiziell das Symbol der costaricanischen Arbeiter sind. Darüberhinaus kann man dort auch Leder- und Holzmöbel sowie nach Maß angefertigte Stücke erwerben. Holzschnitzkurse für Interessierte runden das Angebot in dieser Hochburg des Kunsthandwerks ab. | ||||||||||||||||
| Medizin / Gesundheit | Generell sollten alle Impfungen, die auch in Deutschland Standard sind, überprüft und evtl. aufgefrischt werden. Zur Vorsorge werden Impfungen gegen die Lebererkrankungen Hepathitis A (Übertragung durch Viren in verunreinigtem Essen/Getränke) und Hepathitis B (Übertragung durch sexuellen Kontakt oder infiziertes Blut) sowie gegen Typhus (Übertragung durch Essen/Getränke) empfohlen. Das Dengue-Fieber ist eine Infektion von der ganz Mittelamerika betroffen ist. Es wird von den Larven der Aedes-Mücke übertragen, sie stechen zumeist am Tag und halten sich vorzugsweise in der Nähe von menschlichen Siedlungen auf. Ein Impfpräparat gibt es noch nicht, so dass man sich auf jeden Fall mit Insektenschutzmittel und langer, heller Kleidung schützen sollte. Die gleichen Vorsichtsmaßnahmen gelten gegen Leishmaniase, eine Infektionskrankheit, die durch winzig kleine Sandmücken übertragen wird und gegen die es auch keinen Impfstoff gibt. Dasselbe ist auch bei der Infektionskrankheit Leptospirose zu beachten. Sie kann durch Kontakt mit Wasser, in dem sich Urin von infizierten Tieren befindet, übertragen werden. Hier gilt es solch verdächtig wirkende Gewässer zu meiden. Malaria kommt besonders in den Provinzen Alajuela, Limón, Guanacaste und Heredia vor. In den Städten und Höhenlagen besteht kein Risiko. Die Ansteckung erfolgt durch Moskitos, zumeist während der Nacht. Neben der üblichen Vorsorge wie Spray, Kleidung und Moskitonetz empfiehlt es sich in den genannten Gegenden Malariatabletten einzunehmen. Die Gefahr sich mit Tollwut zu infizieren ist relativ gering. Eine Impfung ist dann anzuraten, wenn man sich während der Reise in direkten Kontakt mit Wildtieren befindet. Um einer Durchfallerkrankung vorzubeugen, sollte man das einheimische Leitungswasser nicht trinken und demzufolge auch darauf achten, keine Nahrungsmittel, die mit Wasser zubereitet oder gereinigt wurden (Salat, Obst, Eiswürfel, Speiseeis) zu sich zu nehmen. Dies gilt für Menschen mit empfindlicheren Mägen, für alle anderen ist das Wasser weitestgehend unbedenklich. Lediglich in den abgelegeneren und somit rückständigeren Gebieten ist es nicht zu empfehlen. | ||||||||||||||||
| Öffnungszeiten | Restaurants: Mo – Sa von 7 – 21 Uhr; Einige gehobene Lokale öffnen erst zum Abendessen. Preiswerte Lokale (sodas) in abgelegeneren Gebieten bieten mitunter nur bestimmte Mahlzeiten an. Geschäfte & Büros: Mo – Fr von 9 – 17 Uhr, Sa von 9 – 12 oder 17 Uhr | ||||||||||||||||
| Rauchen | Ein gesetzliches Rauchverbot gilt für alle geschlossenen Räume wie Malls, Mercados, Ämter und öffentliche Verkehrsmittel. In Restaurants, Bars und Kneipen gibt es keine Einschränkungen, manche Lokale haben Nichtraucherbereiche. Da aufgrund des warmen Klimas zumeist alle Türen und Fenster geöffnet sind, ist es in den Einrichtungen oft gut durchlüftet, so dass sich der Rauch weniger konzentriert. Das Rauchen von Marihuana ist in Costa Rica gesetzlich verboten und wird mit Gefängnis bestraft. Obgleich es in einigen Touristenorten angeboten wird, ist zu empfehlen, sich weder auf ein Gespräch einzulassen noch verbotene Drogen anzunehmen. | ||||||||||||||||
| Sicherheit | Leider gibt es in Costa Rica, ebenso wie in anderen süd- und mittelamerikanischen Ländern, eine eher hohe Kleinkriminalität. Besonders vor Taschendiebstählen sollte man auf der Hut sein. Da Mietwagen leicht als solche erkennbar sind und mitunter aufgebrochen werden, gilt auch hier niemals Gegenstände offensichtlich im Auto liegen zu lassen. Aufgrund der Geologie in Costa Rica besteht die Gefahr vor Erdbeben. Das Land liegt am Rand aktiver tektonischer Platten; die letzten großen Erdbeben ereigneten sich 1990 und 1991. Kleinere Erdstöße kommen häufiger vor. Dabei kann es zu Beschädigungen auf den Straßen und der Telefonkabel kommen. Bei der Erkundung von Vulkanen ist es ratsam auf der vorgegebenen Route zu bleiben. Möchte man sich in die Nähe eines aktiven Vulkans begeben, sollte man vorher durch authorisiertes Personal Zustand und Lage des Vulkans in Erfahrung bringen. | ||||||||||||||||
| Verkehr | Sobald man die Panamericana verlässt, verschlechtert sich auch der Zustand der Strassen. Zusätzlich können diese durch Erdrutsche, Überflutungen oder Nebel beeinträchtigt sein, besonders in der Regenzeit. Einen Bus-Nahverkehr haben die Städte San José, Puntarenas, San Isidor, Golfito und Puerto Limón, der die jeweiligen Stadtzentren mit dem Umland verbindet. Taxis sind in entlegenen Gegenden manchmal unentbehrlich, sie werden als Teil des öffentlichen Verkehrs angesehen. Lediglich in San José gibt es Taxameter. Man sollte darauf achten, dass diese auch angestellt werden, denn die Fahrer sind gesetzlich dazu verpflichtet. Außerhalb der Stadt fahren tätsächlich die meisten Taxis ohne Taxameter. In dem Fall gilt es den Preis vorab auszuhandeln. Für günstigere Gelegenheiten bieten sich die colectivo-Taxis an, in welchen der Preis von mehreren Mitfahrenden geteilt wird. | ||||||||||||||||
| Zoll | Folgende Artikel können zollfrei nach Costa Rica eingeführt werden (ab 18 J.): 400 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 500g verarbeitete Tabakwaren, 3 L alkoholische Getränke. Generell ist die Ein- und Ausfuhr von Waffen, Munition oder Sprengstoff strengstens verboten. Außerdem ist die Ein- und Ausfuhr von geschützten Pflanzen und Tieren, die dem Washingtoner Artenschutzgesetz unterliegen, verboten. Folgende Artikel können zollfrei nach Deutschland eingeführt werden (ab 17 J.): 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250g verarbeitete Tabakwaren, 1 L Spirituosen (Alkoholgehalt höher als 22%) oder 2 L Alkohol (Alkoholgehalt bis zu 22%), 4 L nichtschäumende Weine, 16 L Bier. |
