Kulinarisches aus Costa Rica

SPEISEN

Deftig startet der Costaricaner in den Tag mit dem Gallo Pinto (= bunter Hahn), das typische Frühstück und gleichzeitig Nationalgericht. Es besteht aus gebratenem Reis, der mit schwarzen oder roten Bohnen, Koriander und Zwiebelchen gemischt wird. Meist gibt es dazu noch ein Spiegelei oder Rührei. Für uns mag dies etwas gewöhnungsbedürftig klingen, aber wenn man es erst einmal probiert hat, ist Gallo Pinto durchaus sehr schmackhaft.

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Casado (= verheiratet; gilt als Anspielung auf den Ehemann, der Casado nun täglich vorgesetzt bekommt), das Hauptgericht, gibt es zum Mittag- oder auch Abendessen. Auch hier kommen Reis und schwarze oder rote Bohnen auf den Teller, dazu gibt es entweder ein gebratenes Stück Rindfleisch, Fisch oder Huhn. Etwas Salat, Gemüse, Sauerrahm und eine Kochbanane runden das Gericht ab. Obligatorisch zu jedem Essen sind Tortillas, die geschmacksneutralen Maisfladen als sättigende Beilage.

Sehr gerne wird auch die Olla de carne, eine gehaltvolle Suppe mit grossen Fleischstückchen, gegessen. Weitere Einlagen sind Huhn, ganze Kartoffeln, Karotten, Maiskolben, Yucca, Kochbananen, Chayote und andere tropische Gemüsesorten.

Ein pikantes Gericht ist Ceviche, eine Art Sushi aus fangfrischem Fisch (meist Tintenfisch, Buntbarsch, Dorade), der vorher in einer Marinade aus Limonensaft, Chili, Tomaten und Gewürzen eingelegt und schliesslich roh und gekühlt serviert wird. Obwohl dieses Gericht weit verbreitet ist und selten auf einer Speisekarte fehlt, sollte bei leisestem Verdacht auf nicht-frischen Fisch darauf verzichtet werden.

Auf den Märkten kann man beliebte kleine Gerichte wie Pejibaye (eine Nuss, die heiss und mit Mayonnaise gegessen wird), Elotes (geröstete Maiskolben) oder Tamales (Maisbrei mit Fleischstücken in Bananenblätter gewickelt) geniessen.

An der Atlantikküste und besonders in der Region Limón wird vorzugsweise Fisch serviert, täglich bekommt man ihn frisch. Der jamaikanische Einfluss hat sich auch längst in der regionalen Küche niedergeschlagen. So wird hier viel creolisch mit Kokosnussmilch, Ingwer und Muskat gekocht. Weit verbreitet und beliebt sind die Empañadas, Maisteigtaschen gefüllt mit Hackfleisch, Huhn oder Kochbananen. Ebenso das Pan bon, ein wohlschmeckendes dunkles Früchtegewürzbrot.

Wer es süss mag, kommt in Costa Rica auf jeden Fall auf seine Kosten. Viele qualitativ hochwertige Bäckereien bieten unterschiedliche Backwaren, köstlichen Kuchen und Torten an. Als Nachspeise wird neben dem typischen Flan (Karamelpudding) auch sehr gern Leche Dulce, eine Süssspeise aus Kondensmilch und Zucker, gegessen.

 

GETRÄNKE

Ganz besonders zu empfehlen aber auch kaum zu verpassen sind die frisch zubereiteten Fruchtsäfte (Batidos) aus reifen, exotischen Früchten wie Mango, Melone, Maracuya, Papaya, Guave, Litschi, Ananas u.s.w. Sie werden entweder mit Wasser, Milch oder Yoghurt gemixt. Bei der Wasservariante sollte darauf geachtet werden, dass abgefülltes Wasser benutzt wird, am sichersten ist es auch immer die Eiswürfel wegzulassen.

Das Top-Heissgetränk ist natürlich der köstliche lokale Kaffee, als Café con leche (mit Milch) oder auch Café negro (schwarz) kann man ihn wirklich überall geniessen. Dicht gefolgt wird die Freude am Kaffee von der Freude am Bier. Unter den Einheimischen sind die populärsten Sorten Imperial und Pilsen. Die einheimische Brauerei Bavaria braut helles aber auch dunkles Bier. Das Dunkelbier ist stark, sehr lecker und zu empfehlen, besonders beliebt ist es bei Jugendlichen und Studenten. Ein weiteres alkoholisches Lieblingsgetränk der Costaricaner ist der Guaro, ein nationaler Schnapps, der aus Zuckerrohr hergestellt wird und unbedingt gekostet werden sollte.