Nationalpark Manuel Antonio

File 825Der Nationalpark Manuel Antonio (geöffnet Di – So 7-17 Uhr) verläuft über nur 680 ha Landfläche, seinen Hauptteil macht die dazugehörige Meeresfläche von 55.000 ha aus. Zwölf kleine vorgelagerte Inseln sind ebenfalls Bestandteil der Schutzregion. Damit ist er einer der kleinsten Nationalparks des Landes, dennoch sehr beliebt und einzigartig, im Besonderen wegen seiner von Regenwald bestandenen Berge, die sich bis hinunter zum Meer erstrecken.

File 633

Der Eingang zum Park befindet sich im kleinen Dorf Manuel Antonio, an seiner Verbindungsstrasse verkehren regelmäßig Busse und auch sonst ist die Gegend durch einige Restaurants, Bars und Shops ziemlich belebt. Nur um die 6 km entfernt liegt das wesentlich weniger frequentierte und damit entspanntere Kleinstädtchen Quepos, in dem man schön die Strassen entlang flanieren kann.
Bei Flut ist, um in den Manuel Antonio Park zu gelangen eine kleine Flussmündung zu durchwaten oder mit dem Boot zu überqueren. In das Areal des Parks sind 3 paradiesische weiße Sandstrände eingegliedert. Dies sind die Playas Espadilla Sur, Manuel Antonio und Escondido. Zwei weitere Strände schließen sich an, Playa Espadilla unmittelbar am Parkeingang und Playa Playita am Ende des Küstenabschnitts. Sie liegen allerdings außerhalb der Parkzone und sind damit kostenlos. Alle Strände sind wunderbar geeignet zum Schnorcheln, Sonnenbaden und Schwimmen. Ausschließlich an der Playa Espadilla sollte man auf gefährliche Strömungen achten. 

File 636Immer beliebter wird die Gegend bei Kajakfahrern und Raftern. Ein Informationszentrum zum Nationalpark liegt direkt an der Playa Manuel Antonio, wo sich auch Verpflegungsmöglichkeiten und Sanitäranlagen befinden. Dort trifft man auch schon auf die ersten Tiere, nämlich kleine Horden von Kapuzineräffchen, die sich mittlerweile an Menschen gewöhnt haben. Eine Rarität hier im Park sind die in Mittelamerika immer seltener vorkommenden Totenkopfäffchen. Man kann sie gelegentlich früh am Morgen am Parkeingang oder bei Sonnenuntergang in den Bäumen zu Gesicht bekommen. Auf mehreren gut beschilderten Wanderpfaden oder an den Stränden entlang trifft man u. a. auf Agutis (eine mittelamerikanische Nagetiergattung), jede Menge Brüllaffen, Nasenbären, sowie Zweifinger- und Dreifingerfaultiere. Im Ozean lohnt es sich Ausschau nach Delfinen, Buckelwalen, Killerwalen und kleinen Schwertwalen zu halten. 

File 642

An denen direkt an den Regenwald grenzenden Stränden aalen sich Reptilien wie der Grüne Leguan in der Sonne. Für Ornithologen lohnen sich geeignetere Gegenden wie z. B. die Nationalparks Monteverde und Palo Verde, nichtsdestotrotz leben hier mehr als 15 Kolobriarten, mehrere Arten von Reihern, Pelikanen und Tukanen. Zwei großartige Aussichtspunkte sind in die Wanderwege integriert. Die Punta Catedral zwischen Playa Espadilla und Playa Manuel Antonio gibt den Blick auf die pazifische Küste und die Strände des Parks frei. Den ebenfalls sehr schönen Aussichtsspot Sendero Mirador erreicht man über einen Weg, der an der Playa Manuel Antonio beginnt.