Puerto Viejo de Sarapiquí

File 834Die Gegend um die alte Hafenstadt Puerto Viejo de Sarapiquí gehört zu den bedeutendsten für Rafting- und Kajaksportler in ganz Costa Rica. Der Río Sarapiquí ist ganzjährig befahrbar und an seinen Ufern gedeiht dichter, urwüchsiger Dschungel bevölkert von den unterschiedlichsten Säugetieren und Vögeln. Touren können von San José oder La Fortuna organisiert werden. Darunter gibt es auch Angebote mit Wanderungen durch den Regenwald u. a. über Hängebrücken, weiterhin Ausritte, Fahrradtouren oder auch historisch interessante Ausflüge zu präkolumbischen Ruinen.

Etwas weiter südlich von Puerto Viejo de Sarapiquí liegt die Kleinstadt La Virgen. Hierher zieht es viele erfahrene Kajakfahrer und Rafter, da sie in ihrer Umgebung noch recht unberührte und einsame Uferlandschaften vorfinden. Außerdem lockt das Flussstädtchen mit Ausstellungen wie dem berühmten Schlangengarten (Serpentario), wo man ca. 60 verschiedene Reptilien- und Amphibienarten (u. a. Anakondas, eine Tigerpython und diverse Froscharten) nicht nur sehen, sondern auch berühren kann. In den Bergen nahe des Dorfes San Ramon gibt es einen Schmetterlingsgarten (Centro Biológico Santuario de Mariposas Aguas Silvestres), den man am besten mit dem Auto erreicht.

Ein Wanderweg im Park führt an beeindruckenden Wasserfällen entlang und endet schließlich mit einer Führung durch den Schmetterlingsgarten. Darüber hinaus ist die Gegend um die beiden Städtchen herum sehr gut für Vogelkundler geeignet. Um die 2 km weiter nördlich von La Virgen findet man ein Ökozentrum (Centro Neotrópico Sarapiquís), das historische Unterkünfte im Stil des 15. Jh. bereitstellt und deren Betreiber auf einzigartige Weise über Umweltschutz aufklären. Neben einem Botanischen Garten gibt es für historisch Interessierte den eindrucksvollen Archäologischen Park Alma Ata und ein Regenwald-Museum, das sich mit der Geschichte des Regenwaldes und dessen Veränderung infolge menschlichen Eingreifens beschäftigt.

Puerto Viejo de Sarapiquí war zudem bis zum Ende des 19. Jh. der wichtigste Hafen zur Verschiffung von tropischen Früchten nach Nordamerika. Die Gegend um Sarapiquí gehörte einst der United Fruit Company. Bis heute ist sie eines der lukrativsten Anbaugebiete für Ananas. Die Plantagen können besucht werden, eine Führung klärt über die verschiedenen Sorten, den Anbau, die Ernte und die Vorbereitung für die Ausfuhr auf.