Nationalparks

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Die atemberaubenden Landschaften und das Erlebnis die planzen- und tierreiche Welt des tropischen Regenwald aus unmittelbarer Nähe zu erleben, sind wohl die Hauptmotive aller Costa Rica Reisenden. Es gehört zu den artenreichsten Ländern der ganzen Welt, zwischen dem nordamerikanischen und südamerikanischen Kontinent gelegen, konnte sich Flora und Fauna verbinden und neue, nur hier existierende Arten hervorbringen.

Vorbildlich hat das Land seit den 1960er Jahren etwa ein Viertel seiner Fläche durch gut zugängliche Nationalparks und andere ökologisch geschützte Einrichtungen unter Naturschutz gestellt. Eine eigens dafür gegründete Behörde (SINAC) organisiert und verwaltet die über das ganze Land verteilten Schutzgebiete. Einige Gebiete wie La Amistad wurden von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt. Damit ist es das einzige Land Mittelamerikas, das Umweltfragen ernsthafter diskutiert. Von einer Gebirgskette durchzogen beherbergt das Land die unterschiedlichsten Vegetationszonen, darunter Regen- und Trockenwälder, Mangroven- und Feuchtgebiete sowie das karge Wachstum des Páramo in über 3.000 m Höhe.

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Gleichzeitig sollen die Lebensräume der dort heimischen Tiere geschützt werden. Zahllose Insektenarten, Vogelarten wie Kolibris und der Nationalvogel Quetzal, Reptilien- und Amphibienarten wie die bedrohten Wasserschildkröten, Wildtierarten wie Puma und Jaguar, sowie andere selten vorkommende Säugetiere wie Tapire und Totenkopfäffchen sind in diesen Gebieten heimisch.

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Aber auch andere Ressourcen wie die Landschaft um aktive oder schlafende Vulkane herum wie im Nationalpark Rincón de la Vieja oder archäologische Stätten wie die Alma Ata in Puerto Viejo de Sarrapiquí werden in Schutzgebiete integriert. Neben den staatlichen Parks gibt es auch private Initiativen wie der Regenwald der Österreicher, der erst durch Spendengelder offiziell verwirklicht werden konnte. Darüber hinaus wurden Forschungsstationen gegründet, die mitten im Dschungel gelegen den Regenwald und die heimische Tierwelt wissenschaftlich eruieren und ihre Beiträge in Form von Ausstellungen oder Führungen an interessierte Besucher weitervermitteln, so z. B. im Nationalpark Palo Verde. Die Eintrittspreise zu den Nationalparks variieren zwischen US-$ 7-10, vereinzelt wird stattdessen auch eine Spende entgegengenommen.