Vulkan Irazú

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Der 3430 m hohe Vulkan im Valle Central ist der größte aktive Vulkan Costa Ricas und bildet das Zentrum des Nationalparks Vulkan Irazú (indian. Irazú: donnernder Berg). Dieser umfasst ein Gebiet von 2310 ha, wurde 1955 gegründet und ist damit eines der ältesten Naturschutzgebiete des Landes (geöffnet tägl. 8-15.30 Uhr). Von dem ca. 20 km entfernten Cartago aus ist der Park sehr gut über eine landschaftlich schöne Strecke zu erreichen. Ab San José fahren Busse, die auch in Cartago halten.

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Am Eingang des Parks gibt es ein kleines Besucherzentrum mit einem Café. Ab da führt ein ca. 1 km langer Weg über die Kraterlandschaft zum Hauptaussichtspunkt. Der Gipfel des Vulkans besteht aus 4 Kratern, von welchen der größte einen Durchmesser von ca. 1 km hat. Früher konnte man um den Hauptkrater herum laufen, heute ist es aus Sicherheitsgründen untersagt. Auf seinem Grund in 300 m Tiefe glänzt ein giftgrüner Schwefelsee, der bei Touristen ein beliebtes Fotomotiv ist.

Generell sollte man sich bereits in den frühen Morgenstunden auf die Reise machen, denn selbst bei allerschönstem Wetter beginnt sich der Himmel schon gegen 10 Uhr morgens mit Wolken zu verdichten. Schafft man es früh zum Krater hinauf, dann wird man mit einer fantastischen Aussicht auf die Pazifik- und Atlantikküste belohnt. Die besten Bedingungen herrschen in der Trockenzeit von Januar bis April. Man sollte allerdings auf wetterfeste Kleidung achten, da es auf dem Gipfel ungemütlich kalt und nass sein kann.


Ein kleinerer Krater ist nach dem spanischen Gouverneur Diego de la Haya Fernández benannt, der 1723 den großen Ausbruch mit der Zerstörung Cartagos miterlebt und für den Wiederaufbau der Stadt gesorgt hat. Im März 1963 verweilte John F. Kennedy für einen Staatsbesuch in der Haupstadt San José. Während dieser Zeit kam es zu einer Eruption, die 2 Jahre andauerte und über Cartago und San José einen Ascheregen brachte. Der letzte Ausbruch war im Jahr 1994 und noch heute zeugen kleinere Beben von einer erhöhten Aktivität. Obwohl vergangene Lavaausstösse an den Berghängen und im Umland sehr fruchtbaren Boden hervorgebracht haben, scheint es für die dort ansässigen Bauern sicherer, früher oder später umzusiedeln.