Vulkan Poás

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Inmitten des Nationalparks Vulkan Poás (geöffnet tägl. 8-15.30 Uhr) erstreckt sich der 2.705 m hohe Vulkan mit einem Kraterdurchmesser von 1,3 km und einer Tiefe von ca. 300 m. Damit ist er der größte aktive Vulkankrater Costa Ricas und auch einer der mächtigsten der Welt. Nur 37 km nördlich von Alajuela gelangt man auf einer kurvenreichen aber landschaflich attraktiven Straße mit Kaffeeplantagen und Restaurants zum Park. Von San José aus gibt es direkte Busverbindungen.


File 768Jährlich strömen bis zu 300.000 Besucher in den 5.600 ha großen Park um den Krater mit seinem türkisfarbenen See im Inneren zu bestaunen. Nicht nur die leuchtende Farbe beeindruckt, vielmehr vermittelt das Blubbern und Dampfen des schwefelhaltigen Sees, zeitweise wird Schwefelschlamm mehrere hundert Meter in die Höhe geschleudert, des Vulkans rege Lebendigkeit und Aktivität. Trotz der kargen Vegetation in dieser Höhe gibt es hier die unterschiedlichsten Vogelarten wie vor allem den Feuerkehl-Kolibri, ein costaricanischer Hochgebirgsvogel. Ein kleinerer und bereits erloschener Krater ist die Laguna Botos, zu der ein Pfad direkt vom Hauptkrater aus führt.


File 771Die günstigste Besuchszeit ist unter der Woche, am besten in der Trockenzeit und früh am Morgen, da der Himmel schon zeitig mit Wolken verhangen und die Sicht eingeschränkt sein kann. Es gibt 2 recht mühelose Wege, die hinauf führen. Der Hauptweg entlang grossblättriger Pflanzen (Gunnera), die wegen ihrer Form den Namen "Sonnenschirm der Armen" tragen, ist asphaltiert und damit auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Ein zweiter Weg führt durch den artenreichen Nebelwald.

Am Eingang des Parks gibt es ein Besucherzentrum mit Café, Souvenirläden, einer Insektenschau und für Interessierte spezielle Informationen in Form von Bildern und Videos zum Vulkan Poás, seiner Eruptionsgeschichte sowie zu Vulkanen allgemein.


Im Jahr 1953 gab es die letzte schwere Eruption, welche die heute eigenartig aussehende Form des Kraters erzeugte. Danach ereigneten sich kleinere Ausbrüche wie 1989, die allerdings darauf aufmerksam machen, dass es sich hier immer noch um einen aktiven Vulkan handelt. Bei einer möglichen Ausbruchwahrscheinlichkeit und auch wenn eine zu hohe Gefahr von den ätzenden Schwefeldämpfen ausgeht, wird der Park vorsorglich und vorübergehend geschlossen, zuletzt 1994 und 2007. Wegen eines Erdbebens in der Umgebung im Januar 2009 war der Park ebenfalls nicht zugänglich.