Halbinsel Nicoya

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Im Norden der Halbinsel Nicoya herrscht ein sehr trockenes Klima, die Küste wird von einem tropischen Trockenwald gesäumt und es gibt großangelegte Flächen für die Viehweide. Von Dezember bis März kann man vortrefflich Tiere in den Wäldern beobachten, da die Bäume ihr Blattwerk verlieren. Je südlicher man kommt, desto mehr nimmt die Luftfeuchtigkeit zu und die Landschaft geht in einen tropischen Regenwald über. Die regenreichsten Monate sind September und Oktober, so dass es bisweilen unmöglich sein kann aufgrund der Wassermassen die schlecht ausgebauten Strassen und Wege in der Region zu passieren.

Eingebettet in eine tropische Regenwaldkulisse findet der Urlauber hier die schönsten und beliebtesten Strände des Landes. Die Halbinsel ist dem Ökotourismus zugewandt, so dass man weitestgehend naturbelassene Küstenregionen vorfindet. Playa del Coco im Norden ist verkehrstechnisch sehr gut zu erreichen. Die weiter südlich liegende Playa Flamingo etablierte sich schon vor Jahrzehnten zu einem der kultiviertesten Badeorte Costa Ricas.

 

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Ähnlich verhält es sich mit der Playa Tamarindo, das seit langer Zeit als Hotspot für Surfer bekannt ist. Besonders von der Surfkultur geprägt ist die Südwestecke Nicoyas. Die Ortschaften Santa Teresa, El Carmen und Mal País verschmolzen mit der Zeit zu einer Surfkommune und laufen zusammenfassend unter der Benennung Mal País. An der Bahía Ballena im Südosten der Halbinsel findet man von Mangroven gesäumte Sandstrände vulkanischen Ursprungs wie Playa Pochote und Playa Tambor.

Die Naturschutzgebiete liegen entlang der Küste, mitunter ziehen sie sich bis in den Ozean hinein um Riffe, sowie Wasserschildkröten und ihre Strandabschnitte zur Eiablage zu schützen. Am südlichsten Punkt der Halbinsel befindet sich das Capo Blanco Naturreservat, welches das älteste Schutzgebiet Costa Ricas ist.
File 789Die bekannteste Stadt der Halbinsel ist Nicoya. Dort befindet sich die Iglesia de San Blas, das älteste Gotteshaus des ganzen Landes (Gründung 1644). Unmittelbar vor der Kirche erstreckt sich der Parque Central, der einen beliebten Treffpunkt zur Erholung unter schattenspendenden, uralten Bäumen darstellt. Für die Einwohner der vielen kleinen Ortschaften an der Küste und im Binnenland ist die Stadt erster Anlaufpunkt um größeren Erledigungen und Geschäften nachzugehen.