Puerto Limón

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Die Hauptstadt der Provinz Limón ist die größte und wichtigste Hafenstadt an der Atlantikküste. Gleichzeitig ist sie Gründungsort der legendären United Fruit Company von 1909. Auch heute prägen Bananentransporte das Landschaftsbild, die Bananenplantagen südlich der Stadt sind weiterhin einer der wichtigsten Einnahmequellen für die Provinz.

Die Stadt, deren Name sich auf ein ehemals in der Stadt gepflanztes Zitronenbäumchen bezieht (span. limón: Zitrone), ist außerdem eine der großen Zentren der afro-karibischen Kultur Costa Ricas. Die lockere Gastfreundschaft und eine stetig wachsende Musikszene versprühen jede Menge karibischen Flair. Das Festival Flores de la Diáspora Africana Ende August ist eine tolle Gelegenheit mit Einheimischen und Besuchern die Kultur und Tradition der Einwanderer aus Jamaika näher kennenzulernen und ausgiebig zu feiern. Puerto Limón bildet dabei den Kernstandort des Festes, aber auch in anderen Teilen der Provinz und in San José wird gefeiert.

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Die schönste Grünanlage der Stadt ist der Parque Vargas unmittelbar am Wasser gelegen. Durch den mit tropischen Pflanzen bewachsenen Dschungel schlingen sich mehrere Wanderwege, an denen oftmals die Gelegenheit zum Ausruhen auf einer der Sitzbänke besteht. Vom Park aus führt eine Fußgängerzone stadteinwärts. Unter den vielen Straßenhändlern gibt es interessante Angebote zu lokalen Musikbands, besonders im Latin-Reggae- und Hip Hop-Bereich hat sich hier eine Szene mit Vorreiterrolle entwickelt. Am Ende der Fußgängerzone trifft man auf den Mercado Central mit reichhaltigem Frischwarenangebot. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Museo Etnohistórico de Limón, das im 1. Stock des Postamtes untergebracht ist und historische afro-karibische Kunstgegenstände zeigt.

Das berauschenste Fest der Stadt ist der Carnival de Limón am Día de la Raza (Columbus-Tag, 12. Oktober). An der direkt vorgelagerten Isla Uvita hatte Christoph Columbus um 1502 das erste Mal in Costa Rica angelegt. Jedes Jahr ist ganz Puerto Limón außer Rand und Band und feiert die Columbus-Ankunft mit einem 5-tägigen Karneval bei dem bunte Straßenumzüge, Tanz und Musik kräftig zum Einsatz kommen. Besonders eindrucksvoll sind die Gruppen mit Steel Pans, einem Blechklanginstrument, das zu Beginn des 20. Jh. in Trinidad erfunden wurde. Seine Klänge sind typisch für Assoziationen mit Urlaub und stressfreier Entspannung an sonnigen, karibischen Stränden.