Quepos

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Nur wenige Kilometer vom berühmten Nationalpark Manuel Antonio entfernt, ist die kleine, modern anmutende Stadt Quepos und ihre Umgebung an der zentralen Pazifikküste von der touristischen Entwicklung nicht ganz unberührt geblieben. Trotzdem hat das hübsche Städtchen wenig von seinem authentisch costaricanischen Charme eingebüßt.

 

Eingebettet in die Cordillera de Talamanca findet man um Quepos herrliche Landschaften mit ursprünglichen Regenwald und Ölpalmenplantagen. Außerdem ist Quepos mit seinen günstigeren Unterkünften eine willkommene Alternative zu Übernachtungen im touristisch begehrten Nationalpark Manuel Antonio. Ein regelmäßig verkehrender Bus verbindet beide Orte miteinander.

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Der Name leitet sich von der indigenen Bevölkerungsgruppe Quepoa, ein Indianerstamm, der zu Zeiten der spanischen Eroberung in dieser Region ansiedelte, ab. Die Zeit war geprägt von den aus Europa eingeschleppten Krankheiten und der Sklaverei, so dass wie viele andere indigene Stämme auch die Quepoa ausstarben. Seit dem Ende des 19. Jh. schließlich kamen Bauern aus dem umliegenden Bergland und bewirtschafteten die Gegend. Von den 1930er Jahren an war Quepos eine wichtige Hafenstadt für den Bananenanbau und Export. Pflanzenkrankheiten und schlechte Arbeitsbedingungen beendeten den Boom der Bananenwirtschaft in den 50er Jahren. Seitdem werden die Felder mit Ölpalmen bewirtschaftet.

Die Hauptstrasse von Quepos´ Stadtzentrum verläuft direkt parallel zur Küste, dort finden sich verschiedene, auch internationale Restaurants, Bars, Hotels, viele Shops und kleine Galerien lokaler Künstler. Eine Discothek, in der sich Einheimische und Touristen gleichermaßen vergnügen, befindet sich im Norden.

Der Strand der Stadt, El Colcal, lädt eher zum Spazierengehen als zum Schwimmen ein. Für Badeurlauber sind demnach die herrlich unberührten Strände im Manuel Antonio besser geeignet. Von Dezember bis April kommen sehr viele Hochseefischer hierher, seit langem sind die Gewässer bekannt für ihr artenreiches Vorkommen an tropischen Fischen. Um diesem Freizeitvergnügen nachzugehen, kann man sich auch problemlos ein Boot im Hafen von Quepos mieten. Durch die Nähe zum Park und zum Río Naranjo unterhält die Gegend ein weitreichendes Tourenangebot, darunter Wanderungen, Ausritte, Mountainbiking, Rafting, Angeln und Kajakfahren.