Playas Pochote & Tambor

(südliche Pazifikküste, Puntarenas)

File 732

Die beiden Strände Playa Pochote und Playa Tambor liegen an der Bahía Ballena, der größten Bucht im Südosten Nicoyas. Zusammen mit den umliegenden Fischerdörfern hat sich die Region in den letzten 15 Jahren zu einem Ferienort entwickelt. Doch im Vergleich zu den Playas Flamingo und Tamarindo sind Pochote und Tambor weniger touristisch erschlossen, so dass man schöne Gelegenheiten hat zu schwimmen, wandern oder auch Kajakfahren. Das ruhige Gewässer der Bucht macht das Baden sicher. Mit etwas Glück kann man sogar Wale beobachten, sie werden gelegentlich dort gesichtet. Die von Mangroven gesäumten und graufarbenen Sandstrände beginnen in Pochote und verlaufen 8 km weit südwestlich bis nach Tambor.
Inmitten beider Strände stößt man auf die flache Mündung des Río Pánica, die angenehm zu durchwaten ist. Der Fluß und der angrenzende Mangrovenwald sind ein interessantes Gebiet für die Vogelbeobachtung, u. a. trifft man auf Reiher und Unterarten aus der Familie der Ibisse (z. B. Rosalöffler). In der Regenzeit kann der Fluß allerdings derartig anschwellen, dass ein Durchkommen nicht mehr möglich ist.


Die schnellste Route von San José nach Playa Tambor führt über Puntarenas, von wo aus man mit der Fähre nach Paquera kommt. Bis Tambor sind es dann noch 45 km auf einem gut mit dem Auto passierbaren Weg. Wer sich die längere, aber auch sehr interessante Strecke quer durchs Binnenland mit Bus, Fähre und Taxi ersparen möchte, dem bietet der Flugplatz von Tambor eine schöne Alternative. Air Tahoma, SANSA, NatureAir aber auch Privatanbieter in kleinen Propellermaschinen, mit denen man eine wunderbare Sicht auf
den Golf von Nicoya hat, fliegen täglich von und nach San José.


Für Surfer ist das Meer hier weniger geeignet, vielmehr rentieren sich die Strände von Mal País oder auch Montezuma. Ein Ausflug oder eine Weiterreise nach Montezuma lohnt sich. Das Gebiet war eines der ersten Geheimtipps Costa Ricas, lockte Hippies und Künstler an, und hat sich bis heute seinen gelassenen Charme bewahrt. Neben weiten Stränden, günstigen Unterkünften und Kunstfestivals empfiehlt sich ein Besuch der Montezuma Gardens, die an einem Wasserfallwanderpfad gelegen sind. Der Ausflug führt in den farbenprächtigen Schmetterlingsgarten (Mariposario). Dort wird man über regionale Schmetterlingsarten informiert und kann an einer Brutstation die Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling beobachten.