Uvita - Costa Ballena

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Der Ort Uvita liegt im Süden der Provinz Puntarenas. Playa Uvita und Playa Bahía etwas weiter südlich sind mit ihrem goldfarbenen Sandstränden für Badeurlauber und Surfer eine der schönsten Ziele an Costa Ricas Pazifikküste. Allerdings geht es hier wenig touristisch zu, vielmehr gewinnt man einen idyllischen Eindruck davon, wie Küstenorte Costa Ricas vor dem Tourismusboom ausgesehen haben. Besonders im Örtchen Bahía 3 km südlich von Uvita und in nur 30 Minuten zu Fuss zu erreichen, findet man viel Ruhe und Entspannung.

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An den beiden Stränden ist der Sand hell, es herrscht ein ruhiger Wellengang und das Wasser ist herrlich klar. Sie sind Teil des 5.380 ha (Wasseranteil) großen Meeresnationalparks Marino Ballena (geöffnet tägl. 8-16Uhr), der 1990 gegründet wurde, um die Felsriffe und die Korallen rund um die vorgelagerte Isla Ballena und die Inselgruppe Tres Hermanas unter Naturschutz zu stellen. Aus diesem Grund ist es verboten hier zu jagen oder zu fischen. Insgesamt umfasst der Park 13 km Strand, einige Flussmündungen und Mangrovensümpfe, wobei alle 6 in Costa Rica vorkommenden Mangrovenarten hier vorzufinden sind.


File 858Die Hauptattraktion des Parkes sind die Buckelwale (span. ballena: Wal), die man am besten von Dezember bis Mai durch die Gewässer ziehen sehen kann. Weiterhin findet man Delfinschulen, Kolonien von Seevögeln, Meeresschildkröten (von September bis Oktober vergraben sie ihre Eier im Sand) und verschiedene Echsen wie Grüne Leguane und Basilisken. Auch an den Stränden kann man diese Tiere vorzüglich beobachten. Zum Tauchen oder Schnorcheln (bei Niedrigwasser) bietet das Korallenriff mit seiner Struktur optimale Voraussetzungen. Das Riff selbst besteht aus fünf verschiedenen Korallenarten und ist Lebensraum für die unterschiedlichsten Wasserlebewesen wie Algenpflanzen, tropische Fische und Muscheln. Empfehlenswert ist auch ein Spaziergang zur Punta Uvita Tombolo, einer kleinen Insel, zu der man über eine Landbrücke aus Sand kommt.


Von Uvita aus fährt man am besten mit dem Auto oder Taxi zum Park. Er ist recht spärlich besucht, den meisten ist er zu abgelegen, aber gerade deshalb unbedingt einen Besuch wert. Wer es mag Tiere zu beobachten und an menschenleeren Stränden zu verweilen, dem bietet sich hier ein spannendes aber auch sehr entspanntes Erlebnis. Auch das Campen ist im Park erlaubt, allerdings gibt es keine Sanitäreinrichtungen.