Playa Cahuita

(südliche Atlantikküste, Limón)

File 711

An der südlichen Karibikküste befindet sich das kleine Städtchen Cahuita mit gleichnamigen Strand Playa Cahuita und einem an der Landspitze vorgelagertem Korallenriff, welches das größte Riff in Costa Rica ist. Dort wird einer Vielzahl verschiedener Arten tropischer Fische, Meeresigel, Krustentiere und Meeresschildkröten ein natürlicher Lebensraum geboten, der viele Schnorchler und Taucher anzieht.

Die Region ist Teil des Cahuita Nationalparks (geöffnet tägl. 8-16 Uhr), der sich über eine Meeresfläche von über 22.000 ha und eine Landesfläche von 1.060 ha erstreckt. Zum Park gehören kilometerlange und von Palmen gesäumte Sandstrände, die zum Schwimmen im klaren Wasser oder Relaxen unter Kokospalmen (vorsicht, die Kokosnüsse können fallen und schwere Verletzungen verursachen) einladen. Der nördliche Eingang Kelly Greek ist unmittelbar von der Ortschaft Cahuita aus zu erreichen. Dort befindet sich der 3 km lange, helle Sandstrand Playa Blanca, an dem man gut baden oder auch prima zum Felskap, der Punta Cahuita entlangwandern kann. Am Kap schließt direkt die Playa Vargas an, führt bis zum südlichen Ende des Parks und bietet beste Bedingungen zum Tauchen und Schnorcheln.
Im Inneren des Parks ist man von einer traumhaft tropischen Vegetation mit einzelnen Felsabschnitten und Mangrovensümpfen umgeben. In den klimatischen Übergangszonen von sehr feuchtem Tropenwald bishin zu Bergregenwald tümmeln sich viele Arten von bunten Schmetterlingen und Vögeln wie z. B. Papageie. Außerdem kann man Kapuziner und Brüllaffen, Faultiere, Nasenbären und Grüne Leguane beobachten. Wenn man von Puerto Viejo aus, also südlich der Landzunge anreist, kommt man über den Zugang Puerto Vargas in den Park. Die beiden Eingänge sind durch eine ca. 7 km langen Wanderpfad miteinander verbunden, am Wasser entlang führt er um die Landzunge herum.
File 783Ein weiterer großer Strand, die Playa Negra, liegt nur 2 km nördlich von Cahuita. Mit seinem dunklen, vulkanischen Sand ist er ideal zum Sonnenbaden. Er verläuft über 3,5 km bis zur Mündung des Río Tuba. Sein nördlicher Abschnitt ist zum Schwimmen eher ungünstig, da hier die Brandung sehr stark ist. Nach ein paar hundert Metern allerdings stösst man schon auf perfektes Badewasser. Am südlichen Ende gibt es Korallenbänke, die viele Taucher anlocken. Cahuita selbst strahlt einen karibischen Flair aus, viele der indigenen Einwohner sind im vergangenen Jahrhundert aus Jamaica gekommen um als Arbeiter auf den Bananenplantagen oder beim Bau der Eisenbahnlinie tätig zu sein. Sie sprechen ein creolisches Englisch und dementsprechend gibt es auch viele Angebote vorzüglicher creolischer Küche. Wie eigentlich an der gesamten Karibikküste des Landes ist hier alles etwas langsamer, die Atmosphäre ist von der afro-karibischen Kultur geprägt. Rastafarians mit ihrer typisch bunten Kleidung und langen Dreadlocks sowie natürlich Reggaemusik sind überall präsent.