Vulkan Arenal

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Der etwas mehr als 1.600 m hohe Vulkan bildet das attraktive Kernstück des 4.000 ha großen Nationalparks Arenal (geöffnet tägl. 8-16 Uhr) in der eher schwer zugänglichen Cordillera Tilarán. Als aktivster Vulkan des ganzen Landes hat man hier die vorzügliche aber auch abenteuerliche Möglichkeit immer wieder Ausstösse von Rauch- und Asche, dröhnenden Explosionen und glühend heißen Gesteinsströmen zu beobachten. Der letzte große Ausbruch nach über 400 Jahren Ruhe geschah 1968, seitdem siedelten die Bürger nach und nach wieder in der Gegend an und dulden den Ernst der Lage.

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Zuletzt musste der Park 2010 wegen erhöhter Eruptionsgefahr für einige Tage evakuiert werden. Seine Daueraktivität gestattet auch keinen näheren Zugang zum Gipfel, allerdings bieten die vielen Beobachtungsstationen rund um den Berg einen sehr guten und ungestörten Ausblick. Ein äußerst sehenswertes Spektakel liefert der Vulkan bei Nacht und gleichzeitig wolkenfreien Himmel. Vor dunkler Kulisse kann man ihn rotflammende Lavagesteine ausspucken sehen, die anschließend in Rinnsalen den Berg hinabrollen.

An der Westseite des Parks liegt die Rangerstation, bei der sich auch ein Besucherzentrum und der Beginn des einfachen Hauptwanderwegs von ca. 3,5 km zum Vulkan befindet. Trotz seiner regen Aktivität konnte sich der Feuerberg seine beeindruckend typisch konische Form behalten. Kontinuierlich wiederkehrende Schichten von Lava und Gestein, die der Vulkan über die Jahre hinweg ausgespuckt hat, lassen den Berg stetig wachsen.

In der unmittelbaren Umgebung des Vulkans existiert kaum Vegetation, seine Hänge sind von grauweißer Asche bedeckt. Am Fusse des Bergs wächst tropischer Regen- und Nebelwald, in dem eine ganze Reihe von verschiedenen Säugetieren, Vögeln, Reptilien und Amphibien leben. Häufig gesichtet werden Kapuziner- und Brüllaffen sowie Nasenbären. Wanderwege führen zu um den Berg gelegenen erkalteten Lavaströmen, die an vergangene Eruptionen erinnern und in Form und Größe von monumentalen Felsen in Erscheinung treten können. In dem Örtchen Tabacón am Fuss des Berges gibt es viele verschiedene heiße Quellen, die zu einem erholsam revitalisierenden Bad einladen.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung sind zum Einen der große See Arenal, der bei Anglern und Windsurfern gleichermaßen beliebt ist. Zum Anderen eignet sich das größere und mit guter Infrastruktur versehenene Städtchen La Fortuna in der Nähe gut als Ausgangspunkt für eine Enteckungstour rund um den Vulkan.