Alajuela

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Die Stadt Alajuela liegt in der gleichnamigen Provinz, welche an das Nachbarland Nicaragua grenzt. Nach San José, das etwa 20 km entfernt liegt, ist das geschäftige Alajuela die zweitgrößte Metropole Costa Ricas. In unmittelbarer Nähe liegt der weniger als 5 km entfernte internationale Flughafen Aeropuerto Juan Santamaría. Auch ist die Stadt Verkehrsknotenpunkt für sämtliche wichtigen Nah- und Fernverkehrbustouren in alle Teile des Landes, die Haltestationen befinden sich im Stadtzentrum.

Am Fuße des Vulkan Poás gelegen, bietet ihre Umgebung aber auch wunderschöne Einblicke in vegetationsreiche Parks und über weitreichende Kaffeeplantagen.

Besonders für die Stadt und unbedingt einen Besuch wert, ist das jedes Jahr im Juli stattfindende Mango-Festival. Alajuela wird nämlich aufgrund seines hohen Bestandes dieser Obstbäume auch als "Stadt der Mangos" bezeichnet.

Der populäre Mercato Municipal (Stadtmarkt) bietet allerhand einheimische Frischwaren wie Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse. Mehrfach trifft man auf preisgünstige Sodas, in denen landestypische Küche serviert wird.

Ein beliebter Treffpunkt ist der Parque Central (Stadtpark), wo man im Schatten unzähliger Mangobäume und Palmen entspannt sitzen kann. Rund um die Anlage findet man einige historische Gebäude aus dem 19. Jh., darunter auch die Kathedrale mit ihrer auffallend roten Kuppel. In ihrem Inneren befinden sich die Grabstätten zweier ehemaliger Präsidenten, Tomas Guardía und Leon Cortes Castro.

Eine weitere Kirche ist die Iglesia La Agonía, nur wenige Straßenblocks vom Parque Central entfernt. Sie wurde erst 1941 errichtet und steht mit ihrem barockisierendem Stil im optischen Gegensatz zu der eher schlicht gehaltenen Kathedrale.


Der Nationalheld Costa Ricas Juan Santamaría ist in Alajuela geboren. Ihm zu Ehren wurde im Parque Juan Santamaría, der wenige Gehminuten südlich des Stadtparks liegt, eine von historischen Kanonen flankierte Bronzestatue aufgestellt. Als jugendlicher Trommler setzte er im Jahre 1856 einen wichtigen militärischen Stützpunkt William Walkers in Rivas, Nicaragua, in Brand, fand dabei selbst den Tod, verschaffte den Costaricanern allerdings den endgültigen Sieg über Walker. Seine heroische Tat eingebunden in die Landesgeschichte wird in einem kleinen Museum (geöffnet Di-So 10-18 Uhr) im Parque Central, welches früher das Stadtgefängnis war, interessant und abwechslungsreich dokumentiert. Der Jahrestag der Schlacht von Rivas, der 11. April, wird in Alajuela ausgiebig mit großem Feuerwerk, Paraden und zahlreichen Veranstaltungen gefeiert.